Am Samstag, den 6. April 2019 haben sich um 9.00 Uhr Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern, Lehrern der Blumensteinschule und Engagierte des NABU getroffen. Aber auch ehemalige Schüler, Freiwillige der Feuerwehr und Aktive der Kirmesgesellschaft folgten der Aufforderung unserer Flyer. Wo? An unserer Schule… Richtig! Kein Tippfehler. Selbst am Wochenende sind wir aktiv! Warum?

Wir, die Klasse 7d, thematisierten Umwelt im PoWi-Unterricht mit Frau Weyh. Gerade jetzt, da wir sehen, wie stark sich auch junge Menschen in den „Fridays For Future“ für ein (gesundes) Fortbestehen unserer Welt einsetzen, wollten wir nicht einfach nur tatenlos zusehen. Auch im Kleinen kann Großes bewirkt werden. Doch was? Es dauerte nicht lange und die teilweise stark verschmutzen Plätze und Wege in Obersuhl kamen zur Sprache. Hier kann definitiv Einsatz gezeigt werden, um Abhilfe zu schaffen. „Sauberhaftes Obersuhl“ war geboren. Wir zeichneten Plakate und baten um rege Mithilfe - und mehr als 70 Menschen haben wir erreicht.

Schnell war der 6. April gekommen…

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Nach einigen freundlichen Worten hier und kleinen Späßen da, wurden wir in Gruppen aufgeteilt. Cool war unsere Fahrt im Anhänger zu unserer „Arbeitsplätzen“. Unser Los fiel auf den Bahnhof und den Bereich bis zum Edeka. Es war erschreckend zu sehen, wie viel Unrat sowohl am Bahnhof als auch in den angrenzenden Büschen vorzufinden war. Die Frage, die sich uns auftat, war, wie lange es wohl gedauert haben mag, bis sich diese Masse an Müll angesammelt hatte. Eine Frage, die wohl nie eine Antwort finden werden wird. Nach getaner Arbeit am Bahnhof standen drei große schwarze Müllsäcke wie Mahnmale zur Entsorgung bereit. Drei Stück! Unfassbar.

Aber, wie es Murphys Gesetz schon verlangt, es kam noch schlimmer. Beim „Abgrasen“ der Gebüsche fanden wir entgegen des natürlichen Wachsens Flaschen, Eisbecher, Dosen, Tüten und Pizzakartons vor. Selbst ein altes „Obdachlosenlager“ machten wir auf, was für uns am schlimmsten war zu sehen. Wir sammelten alte, vergammelte Kleidung, Eimer und Verpackungen ein, die die letzten Überbleibsel eines traurigen Lebens darzustellen schienen. Auch wenn wir nur den gröbsten Müll am Bahnhof entfernten, demonstrierten neun volle Müllsäcke, dass eine Aktion wie diese viel häufiger stattfinden sollte, wenn allem Anschein nach Menschen die Bedeutung von Mülleimern nicht kennen. Glücklicherweise stellte sich der Weg zum Edeka weniger als Müllhalde heraus, auch wenn man definitiv nicht von einem zufriedenstellenden Anblick sprechen kann.

Auch die Rückfahrt erfolgte auf der Ladefläche des Anhängers, nur dieses Mal kuschelten wir mit dem Ertrag des Vormittags – den Müllsäcken. Lustig war es trotzdem! Und stolz wie Bolle waren wir ebenfalls. So tuckerten wir zum Bauhof und schauten bei der Entsorgung der Säcke zu, hoffend, dass es nie wieder so ein erschreckendes Ergebnis geben wird.

Zum Abschluss trafen sich alle 75 Helfer in der Schule zu einer Stärkung und einem Gruppenfoto. Es war und ist ein tolles Gefühl, etwas für unsere Umwelt getan zu haben! Deshalb schien es nie wirklich als schwere Arbeit. Ganz im Gegenteil! Wir alle verlebten einen schönen und erinnerungswürdigen Vormittag – und wären bei der nächsten Aktion „Sauberhaftes Obersuhl“ definitiv wieder mit dabei.  

Die Klasse 7d

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