Ein Rückblick auf unseren Infosamstag an der Blumensteinschule

Der Schüler soll nicht Gedanken, sondern denken
lernen; man soll ihn nicht tragen, sondern leiten, wenn
man will, dass er in Zukunft von sich selbst zu gehen
geschickt sein soll.
Immanuel Kant (1724–1804), deutscher Philosoph

Es gibt gute Tage, es gibt sehr gute Tage und es gibt die Infosamstage an unserer Blumensteinschule. So auch am vergangenen Samstag, den 23.11.2019.

Diese Verbindung zu besonders tollen Tagen scheinen auch zahlreiche Familien mit angehenden Fünftklässlern hergestellt zu haben, denn weit über 100 von ihnen wählten den Rhädenweg 15 als ihr Ziel für einen außergewöhnlichen Vormittag hinsichtlich Zukunftsplanung ihrer Kinder. Wahrscheinlich war es nur für die wenigsten vonnöten, diese Adresse in ihr Navigationsgerät eingeben zu müssen, sind schon zahlreiche Eltern selbst in der Vergangenheit Teil dieses großen Ganzen gewesen. Aber auch viele neue Gesichter fanden problemlos zu uns. Und blieben sehr gern.

Als 9:30 Uhr der Chor der Jahrgangsstufe 6 unter der Leitung von Frau Kalkhof und Herrn Weber die ersten Töne unsere Schulhymne anstimmte, konnte man kaum noch ein freies Fleckchen ergattern. Alle, die später das Foyer betraten, mussten sich mit den hinteren Reihen und einer eingeschränkten Sicht zufriedengeben. Doch das war für alle kein Problem. Fasziniert schauten die Eltern dem beeindruckenden Klavierspiel Anna Platzdaschs zu (die „ohhh“s und „ahhh“s waren nicht zu überhören) und auf so manchem Kindergesicht war der Gedanke, welcher Platz im Chor in zwei Jahren seiner werden wird, ablesbar. Das Ende des wirklich tollen Programms wurde durch frenetischen Applaus markiert. Besonders rührend ist jedes Jahr auf’s Neue, den Stolz der kleinen BSOler zu spüren, die IHRE Schule vertreten – freiwillig und begeistert.

Frau Rudschewski hieß alle Besucher herzlich willkommen und unterstrich ihre Freude über die rege Inanspruchnahme unseres Kennenlerntages. Daraufhin lud sie die Eltern in die Aula ein, um ihnen dort alle notwendigen Informationen an die Hand zu geben, die die Entscheidung für die richtige weiterführende Schule für ihr Kind erleichtern soll. Während also die Eltern in den Genuss einer allumfassenden Schulvorstellung kamen, waren die jetzt noch Grundschüler emsig und fleißig… und das auch noch gern… an einem Samstag!! Wohoo!

Lugte man vorsichtig in die Lernwerkstatt hinein, konnte man wissensdurstige Mädchen und Jungen erblicken, die sich nach nur wenigen Momenten auf Französisch vorstellten. Frau Bachmann begeisterte sogar die Kleinsten, so dass sich der 4jährige Malte ebenfalls selbstbewusst den „Großen“ präsentierte. Der Nachwuchs wäre wohl auch damit gesichert! Frau Bachmann konnte ihre Freude an den Lernbegeisterten aber auch nicht verstecken. Eine Freude auf allen Seiten.

Nicht minder begeisternd ging es in den Naturwissenschaften zu. Im Biologieraum erklärten Schüler unserer Schule mit Unterstützung durch Herr Rohner das menschliche Skelett. Die „Noch-Grundschüler“ durften fragen, so viel sie wollten – auf alles bekamen sie eine Antwort. Doch so vieles kennen die Kleinen bereits, sodass Herrn Rohners Biologenherz den ein oder anderen freudigen Hüpfer gemacht haben wird.

Dass Körper und Geist in einer engen, untrennbaren Verbindung stehen, ist kein wohlgehütetes Geheimnis. Viele unserer Ganztagsangebote basieren auf sportlichem Training. Dies sollte den Kids ebenfalls nicht vorenthalten werden. Herr Reske und Herr Trier empfingen die jungen Wilden in der Großsporthalle mit einem Parcours, den sie im direkten Zweikampf mit unerschütterlichem Ehrgeiz angingen. So schwangen sie sich über Bänke, rollten über Matten, warfen Bälle auf ein Tor – was meistens auch gelang – jeder kam an. Unter den anfeuernden Rufen der Sportlehrer und Teammitglieder wuchsen selbst die Zartesten über sich hinaus und flitzten pfeilschnell an den anderen vorbei. Faszinierend! Strahlend und mit hochroten Köpfen wandten sich die BSOler-to-be für eine letzte Challenge unserem Schulgebäude zu – bereit, es bestmöglich mit der Musik aufzunehmen… 

Im Musikraum warteten nämlich bereits Frau Sachs und Herr Martus – sogar mit schlagkräftiger Unterstützung ihrer Enkelin Emma am Schlagzeug – um mit den Kids zu musizieren. So, dass das Talent eines jeden Kindes Beachtung findet. Während dieses kurzen musischen Exkurses wurden Takte und Rhythmen mit Engelsgeduld erklärt, schiefe Töne kichernd hingenommen und im zweiten Versuch optimiert. Somit konnte jedes Kind das Gefühl, ein unerlässliches Teil einer Gruppe sein, nachempfinden und ging gestärkt aus den für die Musiklehrer heiligen Hallen. Dass jeder in der Lage war, sich in der Realisation eines Musikstückes zu behaupten, wurde am selbigen Samstag direkt nach dem Aufstehen ganz bestimmt nicht von jedem Zukunfts-Blumensteiner erwartet.

Erst im Laufe der Zeit an unserer Schule werden die Schülerinnen und Schüler feststellen, dass für uns Integration nicht nur ein Schlagwort der heutigen Bildungspolitik ist, sondern vielmehr das Credo erfolgreichen Lernens und Denkens. Viele Gespräche am Samstagvormittag spiegelten nicht allein den Wunsch der Eltern nach exzellenter Bildung wider. Eher wurde der Wunsch nach einer Schullaufbahn laut, in der Kinder glücklich, zufrieden und begeistert/ begeisternd am Lernleben teilnehmen. Das besondere Schüler-Lehrer-Verhältnis, durch das sich unsere Schule von so vielen anderen abhebt, konnten auch die Kleinsten miterleben. Für nicht wenige erschien der freundschaftliche Umgang, der in unserem Schulhaus herrscht, unbekannt und fremd. Umso mehr genossen sie es, Teil dieses herzlichen Miteinanders sein zu dürfen.    

Währenddessen war auch der elterliche Wissensdurst gestillt worden und einer gemeinschaftlichen Besichtigung aller Bereiche und Trakte unserer BSO stand nichts im Wege. Während unsere Großsporthalle schon einer Vielzahl durch Musikabende oder Sportveranstaltungen bekannt war und sich die zukünftigen Fünftklässler noch vor wenigen Augenblicken im Zweikampf „parcouristische“ Duelle geliefert haben, sind unsere Werkstätten, unsere Küchen oder Biologieräume eher selten öffentlichen Interesses. Je weiter der Vormittag voranschritt, desto mehr Eltern sahen ihre Sprösslinge schon in diesen Räumlichkeiten lernen.

Bestand der Bedarf eines tiefergehenden Gesprächs, bot das Mittagessen, welches durch das DRK kostenfrei bereitgestellt worden war, einen angemessenen Raum. Es wurde geschnattert und gefragt, sich ausgetauscht und zugehört – jeder Zweifel konnte ausgelöscht werden.  

Wohl keinem erwuchs der Gedanke, dass die gesamte Organisation des Vormittages einfach so realisiert werden konnte. Frau Weyh, die schon jahrelange Erfahrung und Hingabe in dieses erste Kennenlernen mit unserer Schule einfließen lässt, gebührt höchste Achtung und das größte Danke schön. Die hohe Besucherzahl signalisiert uns und unserer Schule, dass der Weg, den wir zusammen mit all den Kindern bereit sind gemeinsam zu gehen, in die richtige Richtung führt. Unterrichten ist viel mehr als nur das Vermitteln von Inhalten und das Diktieren von Sachverhalten. Das Bestreben, eine Einheit zu bilden und sowohl Wertschätzung als auch Respekt seinen Mitmenschen und sich selbst gegenüber zu leben, spiegelt sich in diesem freundlichen und offenen Haus wider. Und darunter ist nicht allein die architektonische Gestaltung des Gebäudes zu verstehen. Letzten Endes sind dies auch nur Mauern aus Beton. Dass, was wir sind, ist so viel mehr.

Wir dürfen auf einen weiteren, sehr erfolgreichen Info-Samstag zurückschauen, der seinem Namen alle Ehre machte – nüchtern betrachtet. Sicherlich kann man sich an diesem Tag ausgiebig über die Schule Informationen einholen, aber die Wärme, die uns so besonders macht, muss man erlebt haben. Nur so weiß man, was es heißt, ein Teil der Blumenstein-Gemeinschaft zu sein, um dort zu entdecken, sich seiner selbst bewusst zu sein und sich mit wachem Verstand dem Leben zu stellen. In diesem Sinne: Wir freuen uns auf ein Treffen beim nächsten Mal im Januar 2020!

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