Obwohl das Wochenende in der Regel für jedermann schulfrei bedeutet, ging es am 25.11.2017 an der Blumensteinschule Obersuhl bereits um 8 Uhr morgens zu wie in einem Bienenstock. Überall wurde emsig für das Willkommen heißen der an unserer Schule interessierten Eltern und Kinder gewerkelt, um ihnen allen einen zwanglosen, aber vor allem aufschlussreichen und aussagekräftigen Info-Samstag zu bieten. Auch in diesem Jahr ist dieses Vorhaben wieder gänzlich geglückt.  Frau Weyh, die die Koordination des Übergangs vom Jahrgang 4 auf Jahrgang 5 an der Blumensteinschule federführend betreut, steckt jedes Jahr nicht nur ihre Freizeit, sondern auch ihre gesamte Energie in diese Projekte. Sowohl der Konstanz und der Souveränität in der Durchführung verdanken wir die stetig wachsende Besucherzahl – auch über die hessischen Landesgrenzen in Richtung Thüringen hinaus.

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Kurz vor 9:30 Uhr – dem offiziellen Beginn – füllte sich das Foyer mehr und mehr. Bei einer Tasse Kaffee und einem „Ach hallo“ hier und einem „Wie schön dich zu sehen!“ da, schaffte sich ziemlich schnell eine entspannte und schon ein wenig vertraute Atmosphäre ihren Raum. Frau Rudschewski begrüßte die Gäste persönlich, nachdem der Chor des Jahrgangs 5 seine erworbenen Fähigkeiten bravourös unter Beweis stellen konnte. Es ist einfach phantastisch mitansehen zu dürfen, wie unsere Kleinsten in nur wenigen Wochen unter der Leitung von Frau Kalkhof und Herrn Weber von einzelnen Sängern zu einer Einheit zusammenwachsen.

Da die Eltern zukünftiger Fünftklässler andere Erwartungen an eine weiterführende Schule hegen als ihre Sprösslinge, verfolgt unsere Schule ein bewährtes Konzept: Während die Kids unter Anleitung von Fachlehrern erste Kontakte mit ihnen noch fremden Unterrichtsfächern knüpfen können, begleiten die Erwachsenen Frau Rudschewski in unsere Aula, um dort in einer Präsentation die Konzeption unserer Schule und deren Strukturen kennenzulernen. Dort war es möglich, Fragen zu stellen, die nur „die Großen“ interessieren, wohl wissend, dass „die Kleinen“ währenddessen bestens betreut sind und bereits potentielle Klassenkameraden beschnuppern. Das taten sie dann auch ausgiebig in den Gruppen von Frau Witter, Frau Gründling, Frau Horber, Frau Leidebrand und Herrn Wehr.

Dass für jedes Talent und jedes Interesse der Kinder etwas bei den Angeboten dabei ist, wurde in der Planung berücksichtigt. So konnten die kleinen Kreativen in der Lernwerkstatt Fingerfertigkeit unter Beweis stellen. Dort bastelten sie mit Frau Guthmann und Frau Hasert einen Wurfbecher – ein Geschicklichkeitsspiel, welches großen Anklang fand und nach Fertigstellung auf Herz und Nieren geprüft wurded. Sollte das Herz eher für naturwissenschaftliche Bereiche schlagen, waren auch die Chemie und die Biologie für unsere Mini-Besucher geöffnet. Begeistert stürzten sie sich auf die Mikroskope und richteten ihren Blick in eine ihnen völlig unbekannte Welt. Wie eklig/faszinierend/abstoßend/niedlich/würgereizerzeugend/imposant so ein sich windendes Tier unter der Vergrößerung aussieht! Schönheit liegt ja de facto im Auge des Betrachters! Wer weiß… vielleicht ist unter ihnen ein Charles Darwin der Moderne? 

Eine zukünftige Unterstützung im Bereich der Kriminalistik könnte Frau Stuhr hervorgebracht haben. Die Chemie öffnet viele Türen in Bereiche, die mit bloßem Auge dem Menschen verborgen bleibt. Die Chromatografie – eine Methode, um Mischungen aus verschiedenen Stoffen in seine Einzelbestandteile aufzutrennen – stellt eine dieser eben genannten Türen dar und die Kinder durften sich daran ausprobieren. Während sich die einen noch skeptisch gegenüber dem Experimentieren zeigten, machten sich andere frisch und voller Begeisterung ans Werk – und waren enttäuscht über das schnelle Ende der „Probestunde“.

Das war aber nötig, weil wir auch Sprachbegeisterte unter unseren Besuchern hatten. Frau Müller zeigte ihnen, wie viele lateinische Worte und Begriffe schon bekannt sind, obwohl sie noch keine Lateinstunde besucht haben. Dass Rotkäppchen die Türe öffnet, wenn sie „porta“ lesen, erfreute die Sprachdetektive sichtlich. Emsig durchforsteten sie das Märchen der Brüder Grimm nach weiteren versteckten lateinischen Vokabeln. Falls es mal nicht weiterging, half Frau Müller mit kleinen Tipps weiter.

Nachdem die Überblicksdarstellung von unserer Schule durch Frau Rudschewski beendet worden war, trafen sich Kinder und Eltern zu einem gemeinsamen Rundgang durch die Räumlichkeiten, um dem Ganzen auch ein reales Bild zu geben. Eindrücke, die mit nach Hause genommen und besprochen werden konnten. Anlaufziele waren u.a. die Chemie- und Biologieräume, der IT-Bereich, die Arbeitslehre mit ihrer Werkstatt und der Küche, der Bereich Musik und die Großsporthalle. Herr Geißler erklärte hierbei das IT-Konzept der Schule und Frau Niebergall erläuterte den Bereich der Arbeitslehre und den dort bestehenden Möglichkeiten zur Ausübung handwerklicher Tätigkeiten. Herr Weber, seinerseits Urgestein der Schule und Musiklehrer aus Leidenschaft, verwies auf die Besonderheiten der Ausstattung unserer Musikräume. Dass Herr Weber schon Lehrer vieler anwesender Eltern gewesen ist, lockerte das Ganze noch ein wenig auf. Woran das wohl gelegen hat?

Den Abschluss dieses rundum gelungenen Vormittages bildete das Zusammenkommen alles Gäste und Mithelfenden in der Cafeteria zum gemeinsamen kostenfreien Probeessen durch das Rote Kreuz Rotenburg. Begeisterte Stimmen hörte man überall. Und Lernen macht hungrig… bei Klein und bei Groß! So saß man noch zusammen, plauderte und stellte Fragen.

Apropos helfende Hände: Ein riesiges Dankeschön an alle Fünftklässler, die mit Freude an diesem Tag tatkräftig unterstützten.

Es begeistert immer wieder festzustellen, wie unsere Blumensteinschulgemeinde stetig wächst, neue Gesichter dazukommen, andere, auch wenn sie die Schule längst verlassen haben, dennoch nicht verloren gehen. Wir sind uns sicher, dass unter den Gästen viele neue Gesichter dabei waren, die bald ein „altes“ – bekanntes – Gesicht sein werden. Wir freuen uns darauf!

Sollten Sie am 25.11.2017 terminlich verhindert gewesen sein, bietet Ihnen die Blumensteinschule einen Folgetermin am 10.02.2018 an, um sich in dieser Veranstaltung über die Schule zu informieren. 

- Doreen Kürschner - 

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