Wie rund 3.400 Schulen und 1 Millionen Schülerinnen und Schüler  in ganz Deutschland haben auch wir am Projekt „Juniorwahl“ teilgenommen und in der letzten Woche Bundestagswahlen simuliert.

Wahlberechtigt waren 264  Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8, 9 und 10, die über einen Zeitraum von einer Woche ihre Stimme in unserem Wahllokal in der Lernwerkstatt abgeben konnten. Wie bei der echten Bundestagswahl gab es Wahlbenachrichtigungen, ein Wählerverzeichnis und die originalen Stimmzettel des Wahlkreises 169: Werra-Meißner/Hersfeld-Rotenburg.

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Erfreulich hoch war die Wahlbeteiligung mit 86,3%.

Und so fällt unser Wahlergebnis aus:

Bei der Erststimme erringt das Direktmandat Timo Lübeck, CDU, mit 71 Stimmen, knapp vor Michael Roth, SPD, mit 64 Stimmen.

Nach Auszählung der Zweitstimme wären im Bundestag der Blumensteinschüler fünf Parteien vertreten CDU (28,7%), SPD (21,3%), AfD (16,3%), Die Grünen (10,9%) und die Tierschutzpartei (5,4%).

Die CDU ist mit 28,5% die stärkste Kraft, gefolgt von der SPD mit 21,3% der Stimmen. Drittstärkste Kraft wird die AfD mit 16,3%, auf Platz  vier gelangen die Grünen, die 10,9% der Wählerstimmen erhalten haben. Das Abschneiden der Grünen liegt damit signifikant unter dem Ergebnis der Juniorwähler deutschlandweit (17,9%).

Tierschutz liegt den Schülerinnen und Schülern der Blumensteinschule offensichtlich am Herzen, 5,4% haben der Tierschutzpartei ihre Stimme gegeben, die somit ebenfalls in unserem Parlament vertreten wäre, weitere 1,8% haben die V-Partei (Partei für Veränderung, Veganer und Vegetarier) gewählt.

Aber auch 4,5% der Schülerinnen und Schüler haben ihre Stimme der NPD gegeben, die somit nur relativ knapp die 5%-Hürde verfehlt hätte – ein besorgniserregend hohes Abschneiden einer Partei, deren Verfassungsfeindlichkeit das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil im Januar diesen Jahres festgestellt hat und die nur aufgrund ihrer zu geringen Bedeutung nicht verboten wurde. Ob es sich hier um Provokation oder Überzeugung handelt, mag offen bleiben,  betrachtet man aber dieses Ergebnis gemeinsam mit dem Stimmenanteil der AfD, so hat immerhin jede fünfte Schülerin bzw. jeder fünfte Schüler der Blumensteinschule rechtspopulistisch oder rechtsextrem gewählt. Hier unterscheidet sich unser Wahlergebnis auch deutlich vom Bundesdurchschnitt der Juniorwähler, von denen insgesamt nur 6% die AfD und 1,3% die NPD gewählt haben.

Sowohl die FDP als auch Die LINKE hätten, anders als bei der realen Bundestagswahl und den Juniorwählern insgesamt,  mit jeweils rund 4% der Stimmen den Einzug in den Bundestag verpasst.

Weitere  3% der Stimmen entfielen auf sonstige Parteien oder waren ungültig.

Wer die Ergebnisse der Juniorwahl genauer analysieren möchte, findet auf der Homepage www.juniorwahl.de die Wahlergebnisse aller am Projekt beteiligten Schulen veröffentlicht.

Iris Müller für den Fachbereich Politik und Wirtschaft 

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